Vitrine 382
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die TrendSet in München steht vor der Tür. Und bei vielen Anbietern steht wie jedes Jahr im Sommer schon das heurige Weihnachtsgeschäft imMittelpunkt. Dies in der Hoffnung, dass die Konsumenten, wenn sie auch bisher verhalten gekauft haben, vor dem Fest der Feste doch tiefer in die Taschen greifen werden. Und sich der Handel darauf vorbereiten wird. Wir sollten uns nichts vormachen, jubeln können die meisten über die bisherigen Umsätze im Jahr 2024 nicht, aber Ausnahmen bestimmen die Regeln. Lesen Sie dazu das Interview mit Markus Lindenthaler aus Bad Ischl, der in seinem Küchenkastl auch heuer durchaus zufrieden ist.
Wenn man die Jahresbilanz des Handels 2023 liest, kann einem das „Grausen“ kommen angesichts der Tatsache, dass der Anteil des eCommerce an den gesamten Ausgaben im
Einzelhandel zwar gewachsen sind, davon der heimische Online-Händler aber nichts hat. Besonders die chinesischen Plattformen wie Temu oder Shein cashen da gewaltig ab.
Pro Tag landen bis zu35Großraumfrachtflugzeuge, vollgefüllt mit Waren aus Fernost, innerhalb der EU. Um nun die 150 Euro Grenze zu umgehen, wenden vor allem die chinesischen Plattformen allerhand Tricks an. Einer davon sind getrennte Sendungen, d. H., eine Bestellung wird auf zwei Päckchen verteilt. Und die anfallenden Umsatzsteuern, die auch für Päckchen unter einem Warenwert unter 150 Euro zu bezahlen sind, werden von Temu und Shein, die in Irland registriert sind, dort abgeführt.
Irland verteilt dann das Geld an die EU-Staaten weiter, ohne dass diese die Höhe etc. kontrollieren können. Die europäischen Steuerzahler, auch die österreichischen, also wir alle, finanzieren also günstige Produkte aus Fernost mit.
Trotz allem freue ich mich darauf, dass wir einander im Sommer in der bayerischen Metropole und im Herbst in Salzburg treffen.
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Das meint Ihre
Gabriele Kaiser
