Vitrine 383


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das allgemeine Konsumklima erholt sich, wie wir alle merken, nur sehr langsam. Trotz der laut Statistik Austria nominell steigenden Einzelhandelsumsätze im ersten Halbjahr 2024 sehen Einzelhandelsmanager keinen substanziellen Aufschwung. Dagegen sprechen allerdings auch manche positiven Zahlen, die man den Wirtschaftsseiten in den Zeitungen entnehmen kann.

So konnten zum Beispiel die Hoteliers in Wien mit dem ersten Halbjahr 2024 mehr als zufrieden sein: Die Fremden spülten mehr als eine halbe Milliarde Euros in die Kassen. Die meisten Gäste kamen aus Deutschland, aber auch aus China und den Vereinigten Staaten. Und auch Inländer, wenn auch im Vergleich weniger als im Vorjahr, fanden den Weg in die Bundeshauptstadt.

Hier rollt also der Rubel, wenn man die russische Währung noch als Vergleich heranziehen darf. Und Touristen gehören oftmals zu den besonders ausgabefreudigsten Kunden. Warum ist aber die Stimmung derzeit generell so negativ, wie auch in Gesprächen auf der TrendSet teilweise zu bemerken war, obwohl der Montag von fast allen Anbietern als umsatzstarker Tag bezeichnet wurde. Spielt hier das Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiung eine gewisse Rolle? Nun, eines ist auch nicht zu leugnen, derzeit überwiegen in den Medien bezüglich den wirtschaftlichen Aspekten die negativen Nachrichten, denn „only bad News are good News". Da ist von Kurzarbeit in einzelnen Betrieben die Rede, da werden Stellen abgebaut, da es Absatzrückgänge gibt. Dies alles drückt sicherlich auf die Stimmung von jemandem, der tagein und tagaus an der Handelsfront darum kämpft, dass er seine wahrlich nicht großen Umsätze lukrieren kann.

Lassen wir uns aber alle nicht von den derzeit herrschenden negativen Aspekten herunterziehen, gehen wir den Herbst mit neuem Optimismus an.

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Dies wünscht Ihnen allen

Gabriele Kaiser