Vitrine 384
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wenn man die Wirtschaftsseiten der Tageszeitungen aufschlägt, liest man nach wie vor nur wenige Artikel, die sich mit erfreulichen Aspekten beschäftigen und die einen gewissen Optimismus verbreiten. Es ganz so, als ob sich jedermann geradezu in negativen Aussagen suhlen würde. Auch bei Gesprächen mit Anbietern und Händlern geht dies so weiter. Und die Stimmung auf den Herbstmessen in Deutschland und hierzulande… Ich schrieb bereits im Editorial der vergangenen VITRINE vom Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiung, die bei den herrschenden negativen Stimmungen eine gewisse Rolle spielen dürfte. Da spiele ich gar nicht auf den Ausgang der Wahl an, obwohl…
Auf jeden Fall warten alle, die damit in irgendeiner Weise beschäftigt sind, auf das Durchstarten des Weihnachtsgeschäftes. Ohne zynisch zu sein, das ist in den Lebensmittelgeschäften doch schon lange vorbei, hier geht es zwar noch nicht in die Zielgerade, aber auf der Weihnachtspiste ist viel los. Und wahrscheinlich auch in vielen Haushalten, wo jetzt schon wie jedes Jahr zu dieser Zeit mit großem Appetit Lebkuchen, Stollen etc. gemampft werden. Nun, Essen und Trinken hält, vor allem im Genießerstaat Österreich, immer noch Leib und Seele zusammen. Doch dass man zum Genießen auch das dementsprechende Werkzeug benötigt, das hat sich, wie schon so oft an dieser Stelle erwähnt, in vielen Haushalten noch nicht herumgesprochen.
Dies schlägt sich auch in den Aufzählungen nieder, die immer wieder veröffentlicht werden und in denen die Branchen, deren Produkte zum Fest der Feste unter dem Baum liegen, erwähnt werden: Unsere Branche ist nicht darunter! Traurig, aber wahr!
Daran werden auch 50 Forderungen an die Politik, gemeint ist hier die neue Regierung, nichts ändern, wie man als gelernter Österreicher weiß. Diese Forderungen, unter PLAN H vom Handelsverband aufgestellt, können Sie in dieser Ausgabe im Wirtschaftsteil lesen. Nun, es ist logisch, worum es im PLAN H geht, wie z.B. die Eindämmung der Regulierungswut der EU und der überbordenden Bürokratie hierzulande. Aber derzeit sind die Politiker noch immer mehr daran interessiert, sich ihre Wunden nach der Wahl zu lecken oder zu schauen, ob der Klebstoff am Sessel, auf dem manch einer sitzt, noch für die nächste Legislaturperiode reicht.
Lassen wir
uns aber alle nicht von den derzeit herrschenden negativen Aspekten
herunterziehen, gehen wir den Herbst mit neuem Optimismus an.
PDF-Download HIER.
Trotzdem, Kopf hoch für ein gutes Weihnachtsgeschäft, meint
Gabriele Kaiser
